Ein selbstbestimmtes und freudiges Leben ....

setzt vor allem eine gute Beziehung zu sich selbst voraus. Ist dieses Selbstgefühl getragen von gesundem Ich-Empfinden und einem natürlichen "Einverstanden-sein" mit sich selbst, kann daraus all das entstehen, was für ein zufriedenstellendes und glückliches Leben notwendig ist: Lebensbejahung, Selbstvertrauen, aber auch Belastbarkeit, Realitätssinn, Empathie und die Fähigkeit lebendige Beziehungen einzugehen, sich abzugrenzen und auszudrücken.

Leider ist es jedoch oft so, dass sich dieses gute Selbstgefühl nicht einstellen mag oder phasenweise verloren geht. Dann fühlt sich der Mensch eher entfremdet von sich selbst oder mutlos, zweifelnd, unter innerem Druck, Leere oder somatischen Krankheitssymptomen leidend. Kurz gesagt, er fühlt sich nicht glücklich, leidet eher an sich und dem Leben und ahnt und wünscht doch, dass es anders sein könnte. In dieser Phase oder Krisenzeit macht es Sinn, einmal innezuhalten und den Blick über die momentane Situation hinaus, auf die eigene Biographie zu richten und sich die Frage zu stellen: "was geschieht hier gerade und was hat das mit mir zu tun !"  Oft ist uns nicht bewußt, wie wir unverarbeitete Erfahrungen reinszenieren oder viel destruktive Energie in die Kompensation oder Verdrängung dieser Erfahrungen investieren, obwohl wir nichts lieber täten, als das Leben so zu leben, wie wir es uns aus tiefstem Herzen wünschen.

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In einem therapeutischen Prozess .....

findet eine Art Nachreifung statt. Dabei können nicht abgschlossene Entwicklungsschritte bis zu einem gewissen Grad nachgeholt werden, noch nicht "verdaute" Erfahrungen, die uns daran hindern, mehr im Hier und Jetzt zu leben, integriert werden. Dabei geht es im Wesentlichen immer um die Hinführung zur eigenen authentischen Empfindung und um die Auflösung des "Fremdseins im eigenen Haus". Anders ausgedrückt, geht es um die Wiederherstellung des fühlenden Kontakts zu sich selbst. Ein solcher Prozess braucht eine vertrauensvolle und echte Beziehung und eine gewisse Zeit.

Manchmal ist es schwer, sich selbst, die eigenen Gefühle und Empfindungen wirklich zu spüren, zu identifizieren oder gar in Worte zu fassen. Über die Körpertherapie, mit ihren vielfältigen Herangehensweisen, haben wir die Möglichkeit, auf Ihre innere Resonanz zu hören und dem nach und nach Raum und Ausdruck zu geben. Aber auch Sprache und Worte haben einen Raum. Und wenn sich nach und nach die innere Wahrheit mit dem Bewußtsein verbinden darf, wenn gefühlt und ausgedrückt werden kann, was so lange tabu war oder im Dunkeln lag, dann tritt oft ein Gefühl großer Erleichterung ein. Allmählich nimmt das Gefühl, in seinem eigenen Leben zu Hause zu sein, zu. Und die Möglichkeiten, dieses einzigartigen Lebens auszukosten und immer wieder neu auszuloten, Herausforderungen zu suchen und zu bestehen, zu lieben, zu arbeiten und vieles mehr, können wachsen.