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Ein selbstbestimmtes und freudiges Leben setzt vor allem eine gute Beziehung zu sich selbst voraus. Ist dieses Selbstgefühl getragen von gesundem Ich-Empfinden und einem ganz natürlichen "Einverstanden-sein" mit sich selbst, so kann daraus all das entstehen, was für ein zufriedenstellendes und glückliches Leben notwendig ist: Lebensbejahung, Mut, aber auch Belastbarkeit, Realitätssinn, Empathie und die Fähigkeit sich abzugrenzen, auszudrücken und lebendige Beziehungen einzugehen.

Allerdings läßt sich ein solches Lebensgefühl keineswegs antrainieren. Vielmehr wächst es im Laufe der kindlichen Entwicklungszeit aus Erfahrungen, Resonanzen und Impulsen heran, mit Kopf und Körper, mit Leib und Seele aufgenommen, adaptiert und in unserer biologischen Basis verankert.

Leider ist es oft so, dass sich ein gutes Selbstgefühl nicht einstellen mag oder phasenweise verloren geht. In solchen Zeiten fühlt sich der Mensch eher entfremdet von sich selbst und anderen oder zweifelnd, unsicher oder ängstlich. In diesen Lebensphase macht es Sinn, den Blick über die momentane Lebensssituation hinaus, auf seine Biografie und seine Erfahrungen zu richten. Dies kann in einem therapeutischen Prozess geschehen.

 

 

 

 

Ein fruchtbarer therapeutischer Prozess lebt im Wesentlichen von der Hinführung zu eigenen Empfindung für sich selbst. Ziel ist die Wiederherstellung eines tragenden Vertrauens in sich selbst. Dabei können nichtstattgefundene Entwicklungsschritte bis zu einem gewissen Maße nachgegeholt, Verletzungen integriert und neue Erfahrungen und Fähigkeiten entwickelt und etabliert werden. So kann das Neue und Werdende mehr aus innerer Freiheit entstehen, anstatt immer wieder - wenn auch unbewußt - und allzu sehr, von vergangenen Erfahrungen belastet und beschränkt zu werden.

Natürliche Präsenz, gesundes Ich-Empfinden, Mut und Selbstvertrauen können dann wieder entstehen und im Alltag zum Ausdruck kommen.

Mit der Körperpsychotherapie steht uns eine Arbeit zur Verfügung, die Kopf und Körper verbindet. Durch die Kombination von Wahrnehmen, Erkennen, Fühlen und Ausdrücken wird der ganze Mensch in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität angespochen. Das Entstehen einer vertrauensvollen Beziehung zur Therapeutin ist notwendig, damit eine Selbstheilungsprozess stattfinden kann.