"Nur der Garten war immer wundervoll. Schon seit langer Zeit hatte sich niemand darum gekümmert und er war bereits ziemlich verwildert. Seine Schönheit lag in einer Subtilität, die nur genaues Hinsehen wahrzunehmen vermochte."            Gioia Timpanelli 

Ein selbstbestimmtes und freudiges Leben setzt eine gute Beziehung zu sich selbst voraus. Ist das Selbstgefühl wertschätzend und vertrauensvoll, erwächst daraus all das, was für ein leichteres und freieres Leben notwendig ist: Mut, Risikofreude, Lebensbejahung und Belastbarkeit, Empathie und die Fähigkeit sich abzugrenzen, auszudrücken und lebendige Beziehungen einzugehen.

Dieses Selbstvertrauen und "Eins-sein" mit sich selbst, läßt sich allerdings keineswegs antrainieren. Vielmehr wächst es im Laufe der Kindheit aus unseren Erfahrungen und den Resonanzen, der uns umgebenden Beziehungen und verankert sich tief in der biologischen Basis unseres Körpers.

 

 

Oft ist es jedoch so, dass sich ein solches Lebensgefühl nicht einstellen mag oder zeitweise verloren geht. Dann macht es Sinn, den Blick über die momentane Lebenssituation hinaus, auf unsere Biografie und unsere Erfahrungen zu richten. Notwendige und nicht stattgefundene Entwicklungsschritte können bis zu einem gewissen Maße nachgeholt werden, Verletzungen integriert, neue Erfahrungen und Fähigkeiten etabliert werden, so dass das Werdende und Neue sich nicht nur aus dem Gewordenen, sondern auch aus innerer Freiheit heraus entwickeln kann.

Ein fruchtbarer therapeutischer Prozess lebt im Wesentlichen von der Hinführung zur eigenen inneren Empfindung und zur Wiederherstellung eines tragenden Vertrauens in sich selbst. Eine natürliche Präsenz und ein gesundes Ich-Empfinden drücken sich dann wie selbstverständlich aus.

Mit der Körperpsychotherapie steht uns eine Arbeit zur Verfügung, die Kopf und Körper integriert. Durch die Kombination von Wahrnehmung, Erkennen, Fühlen und Ausdrücken wird der ganze Mensch in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität angespochen.